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Gartenwelt

Der Arenenberg war schon immer von vielfältigen Gärten umgeben. Die heutige Gartenwelt ermöglicht auf kleinstem Raum eine Reise durch die Gartentrends der letzten 600 Jahre.

Die historischen Gärten

Als Hortense de Beauharnais, ehemalige «First Lady» Frankreichs, im Jahr 1816 erstmals auf den Arenenberg kam, verliebte sie sich blindlings in die Anlage mit ihren romantischen Aussichten auf den Untersee. Sie entschied, die Gutsanlage mit Schloss, Gärten und Landwirtschaft zu erwerben. Dabei ahnte sie sicher nicht, dass der weitläufige Park seine Wurzeln im auch für sie schon fernen Mittelalter hatte. Leider wissen wir noch zu wenig über die Ideen und Verbindungen der Besitzer dieser Zeit. Aber die vorhandenen Spuren weisen eindeutig nach Italien und ins Frankreich der Renaissance. Hortense jedenfalls legte den Grundstein zu einem herrlichen Landschaftspark mit zahlreichen Einbauten wie Grotten, einer Eremitage, einem Eiskeller und einer Fontäne. In der Folge übernahm ihr Sohn Louis Napoléon die Planung, auch der mit ihm befreundete Fürst Pückler war daran beteiligt. Der später verschüttete Landschaftspark wurde im Zuge aufwändiger archäologischer Untersuchungen und anhand der alten Pläne erst in den 2000er Jahren wiederentdeckt. Dank der Stiftung Napoleon III. und mit Unterstützung von Sponsoren konnte er 2007/08 rekonstruiert werden.

Die Schulgärten

Auf dem Arenenberg werden seit mehr als 100 Jahren Landwirte ausgebildet. Betreiber der Schule ist das kantonale Bildungs- und Beratungszentrum. Deren Ausbilder geben ihr Wissen von Ackerbau über Obstpflege, Weinbau bis hin zum Kultivieren von Gemüse an Nachwuchslandwirte und Kursteilnehmer weiter. Die Lehrgärten der Schule stehen heute auch Besuchern offen, die sich anhand der Stauden- und Sommerblumenbeete für die Gestaltung ihres eigenen Gartens inspirieren lassen können und Wissenswertes über Fruchtwechsel, Bienenzucht und Hühnerhaltung erfahren.